Faszientherapie

Faszien umspannen unsere Muskeln und halten uns aufrecht, aber auch unsere Organe werden von Faszien an ihrem Platz gehalten. Normalerweise liegen Faszien schichtweise übereinander und lassen sich verschieben. Kommt es durch fehlerhafte Körperhaltung,  Verletzungen oder Erkrankungen innerer Organe zu Störungen innerhalb des Fasziengeflechtes treten Entzündungen, Verhärtungen und Schmerzen auf, wobei die Störung oft nicht im Bereich des Schmerzzentrums liegt. Hier kann die Ursache in Verklebungen, Verfilzungen oder Mikro-Verletzungen der Faszien liegen. Rückenbeschwerden aller Art, Beschwerden des vegetativen Nervensystems wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden ebenso wie Panikattacken, Herzrasen, Engegefühl in der Brust, deren Ursache auch durch weitreichende Diagnostik nicht gefunden werden kann werden, vielfach als psychosomatische Erkrankungen eingestuft.

 

Hier macht es Sinn sich einmal die Körperhaltung, die Stressbelastung sowie Narbengewebe anzuschauen, denn dies alles hat Einfluss auf das Fasziengeflecht. So kann durch gezielte Therapie und Körperübungen aber auch Narbenentstörung, die auf das Fasziengeflecht wirken diese Beschwerdemuster aufgelöst und eine fehlerhafte Körperhaltung korrigiert werden.

 

Insgesamt ist die Behandlungsbreite der Faszientherapie sehr vielseitig so dass sich auch bei Erkrankungen wie Rheuma bzw. Fibromyalgie, Arthrosen, Morbus Bechterew usw. zumindest  eine Verbesserung der Beweglichkeit und Abnahme der Schmerzen erreichen lassen.

 

Was sind Faszien?

Faszien halten als Bindegewebe alle Strukturen unseres Körpers zusammen. Sie liegen um jede einzelne Muskelfaser ebenso wie um alle Organe, selbst Sehnen und Bänder sind Fasziengebilde.
Innerhalb der Faszienstrukturen befinden sich Blut- und Lympfgefäße, intestinelle Flüssigkeiten sowie Nervenendigungen die dafür sorgen, das unser Organismus bis in den kleinsten Winkel ausreichend versorgt wird und Schlackenstoffe die sich bilden abtransportiert werden.


Sind Faszien aber verfilzt oder verklebt ist hier eine Versorgung bzw. Entsorgung  nicht oder nur unzureichend möglich. Auch entstehen Empfindungsstörungen da die Leitfähigkeit der Nervenbahnen gestört ist.


Stellen Sie sich vor Sie arbeiten den ganzen Tag in einer Zwangshaltung, z.B. am Schreibtisch. Durch das vornübergebeugte sitzen verkleben sie Faszien im vorderen Brust- und Schulterbereich ebenso wie die Faszien des Zwerchfells, die Nacken- hintere Brust- und Schultermuskulatur versucht die Wirbelsäule in die aufgerichtete Position zu bringen, wo sie eigentlich hingehört und so entstehen folgende Beschwerden.

  1. Nacken-, hintere Brust- und Schultermuskulatur verhärten durch  den stetigen Ausgleichsversuch so entstehen Verspannungen und Schmerzen.
  2. Durch die Verklebung der Faszien im Zwerchfell ist hier die tiefe Atmung erschwert so dass letztendlich auch keine ausreichende Sauerstoffversorgung des ganzen Organismus möglich ist.
  3. Aus diesen Störungen resultieren dann Erkrankungen die die Lebensqualität extrem einschränken können.

 

Faszien und Infektionen

Nach durchgemachten  Infektionen auch wenn die Erreger nicht mehr nachweisbar sind können diese Giftstoffe in den Faszien (Pischinger - Raum= Zwischenzellraum) hinterlassen. Diese sogenannten Erregertoxikosen verändern die Selbstregulation der Körperzellen und hemmen das Immunsystem auf Dauer. Jahre später können dann neue Symptome eines eigentlich überstandenen Infekts in Form von z.B. Spät-Borreliose, chronisch z.B. Post-Zoster-Neuralgie (Gürtelrose) oder als völlig neue Erkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder chronische Bronchitis entstehen ebenso wie Fibromyalgie.


Daher ist eine Mobilisierung der Faszien durch manuelle Therapie und  Beseitigung der Erregertoxine aus dem Pischinger-Raum durch spezielle Therapeutika Voraussetzung in der  Faszientherapie.